Suche
  • Interessengemeinschaft Grossgörschen- & Katzlerstraße
  • Wohnstrukturen im Kiez erhalten statt vermarkten
Suche Menü

Höchst-Bieter für Bundesimmobilie Großgörschen-/ Katzlerstr. gab auf

Der Höchst-Bieter für die Schöneberger Bundes-Immobilien Großgörschenstraße 25, 26, 27 und Katzlerstraße 10, 11 trat von seinem Gebot zurück. Der Aussteiger mochte laut BImA-Sprecher Dr. Gehb die öffentlichen Diskussionen nicht. Er hatte über 9 Millionen geboten.

Der Höchs-Bieter hatte im Oktober ungefähr zehn Wohnungen besichtigt. Bei diesen Besuchen hatten sowohl er als auch sein Begleiter sich geweigert ihre Namen und ihr Anliegen zu nennen. Einmal hatte er behauptet er sei Mitarbeiter der BImA (Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben), einmal hatten sie sich als Gutachter erklärt. Auf Fragen antworteten sie entweder gar nicht oder sagten “Dazu sag ich jetzt nichts.”

Die Mieterinnen freuten sich, als sie von diesem Rücktritt bei ihrem Besuch im Bundestag erfuhren. Für sie und ihre unterstützenden Nachbarn, ist dieser Rücktritt ein kleiner Schritt auf dem Weg zum Erhalt ihrer gewachsenen Kiez-Strukturen. Vielleicht kommen ja noch mehr Bieter zur Einsicht. Wohnen ist keine Ware.

Viele Mieterinnen und Mieter sind Rentner und Familien mit Kindern. Alle sind auf ihr freundliches multikulturelles Umfeld angewiesen, und haben daher Angst vor Verkauf, Vertreibung, übertriebener energtischer Sanierung und untragbaren Mieterhöhungen.

Da insgesamt 22 Gebote auf ihre Häuser abgegeben wurden und davon 7 über dem von der BImA geforderten Mindest-Preis von 7,1 Millionen (32-fache Jahresmiete) lagen, kämpfen und verhandeln die Mieter weiter. Transparenz zu schaffen und konstruktiv an einer Lösung für ihre Häuser mit zu arbeiten ist ihnen wichtig.

Pressemeldung der igGroKa Mieter am 13.11.2014